Skelett der Katze

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Literatur

Bedenken Sie bitte, meist ist die Literatur über die Anatomie der Katze in Englisch.
Probleme bei den Augenlidern (Rolllid), Probleme im nasolakrimalen System
Messybeast Polydactyl Cats
Bekannt sind die Hemingwaykatzen.
Messybeast Twisty cats
Messybeast Feline medical curiosities
Munchkin
Eine besondere Form von kurzen Beinen, Vorder- und Hinterbeine, ist die Munchkin.
Es gibt derzeit keine Literatur, die auf Probleme oder andere genetische Defekte schließen lässt.
 
 

Clinical signs and results of treatment in cats with patellar luxation: 42 cases (1992-2002). 
 
Congenital elbow subluxation in a cat. 
 
Congenital patellar luxation in the cat. 
 
Congenital tarsal hyperextension in three cats. 
 
Evaluation of the association between medial patellar luxation and hip dysplasia in cats. 
 
FCK: Flat-Chested Kitten Syndrome 
 
Intermittent open-mouth jaw locking 
 
Luxating patellae in Devon rex cats. 
 
Luxation of the patella in cats. 
 
Morphometric investigations of breed-specific features in feline skulls and considerations on their functional implications. 
 
Polydactylism in cats. 
 
Relationship between degenerative joint disease and hip joint laxity by use of distraction index and Norberg angle measurement in a group of cats. 
 
Swimmer syndrome in a Devon rex kitten and an English bulldog puppy. 
 
Syndactyly in a litter of cats. 
 
The course of the nasolacrimal duct in brachycephalic cats. 
 
Two cases of congenital malformation (peromelus ascelus and ectrodactyly) in cats. 
 

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Das Skelett der Katze

Index

Einige Zahlen

Pferd 683 Knochen
Hund 321 Knochen
Katze 240 Knochen
Mensch 202 Knochen

Die Katze hat ungefähr 240 Knochen, abhängig, wie viele Schwanzknochen sie hat.

Körperebenen

Körperebenen
sagittale Ebene ist eine vertikale Ebene entlang der Körperachse und teilt den Körper in eine linke und rechte Häülfte
transversale Ebene ist eine vertikale Ebene, senkrecht (im rechten Winkel) zur Körperachse, sie teilt den Körper in eine craniale und eine caudale Hälfte
frontale (oder coronale) Ebene ist eine waagrechte Ebene durch die Körperachse und teilt den Körper in eine dorsale und eine ventrale Hälfte
dorsal bezieht sich auf den Rücken (=dorsum), also in die Richtung des Rückens, in der Hälfte des Rückens liegend
bezieht sich auf den Fußrücken
ventral bezieht sich auf den Bauch (=venter), also in Richtung des Bauches, in der Hälfte des Bauches liegend
cranial bezieht sich auf den Schädel (cranium = knöcherner Schädel), also in die Richtung des Kopfes, in der Hälfte, wo der Kopf ist, liegend
caudal bezieht sich auf den Schwanz (= cauda) oder ein schwanzähnliches Gebilde, also in die Richtung des Schwanzes, in der Hälfte, wo der Schwaz ist, liegend
lateral bezieht sich auf die Seite des Körpers, also auf der Seite
proximal nahe der Mitte, nahe dem Zentrum, nahe der Mittellinie
distal weg von der Mitte, weg vom Zentrum, weg von der Mittellinie
plantar bezieht sich auf die Unterseite des Fußes, Fußsohle
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Skelett

Die Katze ist ein Quadruped (Vierbeiner), im Unterschied zum Menschen, der ein Biped (Zweibeiner) ist.
Ebenso ist die Katze ein Digitigrad (Digigrad, Zehengänger), sie geht auf ihren Zehen, solche Tiere sind meist schneller. Im Unterschied zum Menschen, der ein Plantigrad (Sohlengänger) ist, also mit der gesamten Fußsohle, inklusive Ferse, den Boden berührt. Tiere, die nur mit den Zehenspitzen den Boden berühren - meist Tiere mit Hufen, werden Ungulaten genannt, z.B. Pferde, Rinder.

Skelett
 
Atlas 1. Halswirbelknochen, trägt den Kopf
Axis   2. Halswirbelknochen, dient als Drehachse für den Atlas
Orbit   Augenhöhle
Lesen Sie dazu die Überlegungen bei Siam und Perser.
     
Zähne   Zahnformel der Katze:
Milchzähne: 26 Zähne
oben: 3 Vor-Backenzähne, 1 Fangzahn, 3 Schneidezähne
unten: 2 Vor-Backenzähne, 1 Fangzahn, 3 Schneidezähne

Gebiss einer erwachsenen Katze: 30 Zähne
oben: 1 Backenzahn, 3 Vor-Backenzähne, 1 Fangzahn, 3 Schneidezähne
unten: 1 Backenzahn, 2 Vor-Backenzähne, 1 Fangzahn, 3 Schneidezähne

Der Zahnwechsel erfolgt in der Regel im 6. Monat, also um die 24. Woche herum.

Mandibula   Unterkieferknochen, beweglicher Knochen, ist mit dem Oberkiefer über ein Scharniergelenk verbunden
Deformationen   Brachycephalie (Kurzköpfigkeit)
brachy ... Griechisch: kurz
cephalus ... Lateinisch: Kopf
Kurzköpfige Rassen (wie Perser, Exotic) sind prädisponiert für Probleme in den oberen Atenwegen, die als brachyzephales Syndrom zusammengefasst werden.
Brachyvephalie geht einher mit verengten Nasenlöchern, verlängertem und verdickten Gaumensegel, sowie überproportional vergrößerten und hervortreten Augen. Ebenso sind oft die Tränenkanäle geknickt oder fehlen überhaupt.
Head defect
Schwere Deformationen, wie Doppelgesicht, gespaltener Schädel, Hasenscharte, finden sich (hauptsächlich) bei Amerikanischen Burmesen und Bombay, deren Kopf sehr viel kürzer mit einem sehr ausgeprägten Break am Nasenansatz ist.
Prognathie - Progenie
Vorbiss - Unterbiss

Tritt meist bei kurzköpfigen Rassen (Perser, Exotic) oder sehr langköpfigen Rassen (Siam) mit schmalem Kiefer auf.
Der Unterkieferknochen ist entweder vorgeschoben (Vorbiss), sodass die untere Zahnreihe vor die obere Zahnreihe steht (Progenie), oder zu kurz geraten, sodass die obere Zahnreihe über die untere steht (Prognathie).
 
Hyoid Zungenbein, ist am Schlucken und Sprechen beteiligt
Entwicklungsgeschichtlich ist es ein Rest des ersten Kiemenbogens. Bei Großkatzen ist es knorpelig und flexibel, was sie zum Brüllen befähigt, jedoch nur ein Einweg-Schnurren beim Ausatmen ermöglicht.
Bei der Katze ist das Zungenbein verknöchert, was sie zum Zweiweg-Schnurren befähigt beim Ein- und Ausatmen, ihr jedoch kein Brüllen ermöglicht.
Scapula   Schulterblatt
Das Schulterblatt ist nicht fest mit der Wirbelsäule verbunden (also nicht über das Schlüsselbein verbunden), sondern über Muskeln. Daher ist es sehr beweglich, und die Katze kommt durch den kleinsten Spalt.
Schulterblatt Acromion zeigt Richtung Bauch; wichtiger Ansatz für Muskeln
Metacromion zeigt Richtung Schwanz; wichtiger Ansatz für Muskeln
Cavitas gleniodalis Schulterblattpfanne, in welcher der Kopf des Oberschenkels liegt
Clavicula   Schlüsselbein,
dieses ist verkümmert und nicht mit der Wirbelsäule verbunden, sondern in einem Muskel eingelagert.

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Beine, Krallen

Vorderbeine vorderes Bein Caput Kopf des Humerus
Humerus Oberschenkelknochen
Der Unterschenkel besteht aus zwei Knochen, die über ein Gelenk miteinander verbunden sind, dies bewirkt auch, dass die Pfoten gedreht werden können.
Radius Speiche, einer der zwei Unterschenkelknochen
Ulna Elle, der zweite der zwei Unterschenkelknochen
Incisura radialis ist eine Einwölbung der Speiche, wo der Kopf der Elle mit der Speiche verbunden ist
 

Krallen

Krallen der Katze

Die Katze kann die Krallen ausfahren und wieder einziehen.
Die Katze wetzt und schärft nur die Krallen der Vorderpfoten, wo sich auch Duftdrüsen zum Markieren des Reviers befinden. Die Krallen der Hinterpfoten werden mit den Zähnen geschärft.
Die Krallen sind nicht aus demselben Material wie die Knochen, sondern aus Keratin.

Incisura trochlearis ist eine Einwölbung, wo der Oberschenkel mit der Elle verbunden ist
Styliod = Processus styloideus Griffelfortsatz; die beiden Fortsätze bilden jeweils den Rand des Ristes
Phalanges Finger-, Zehenglieder
Carpal = Vorderhand (-fuß), Carpales 7 Handwurzelknochen, wodurch die Pfote sehr beweglich ist.
Metacarpal, Metacarpales 5 Mittelhandknochen
Digitus 5 Zehen, wobei der 5. Zeh (innen) höher sitzt.
Hinterbeine   hinteres Bein Pelvis Becken
Cauda Schwanz
Acetabulum napfförmige Vertiefung des Hüftbeins (Pfanne), wo der Oberschenkel anschließt
Caput Kopf des Knochens
Femur Oberschenkelknochen
Trochanter major und minor sind Ansatzpunkte für wichtige Muskeln
Patella Kniescheibe
Der Unterschenkel besteht aus zwei Knochen.
Tibia Schienbein
medial Malleolus bildet den medialen (zur Mitte gelegenen) Rand des Knöchels
Fibula Wadenbein
lateral Malleolus bildet den lateralen (zur Seite gelegenen) 'Rand des Knöchels
Calcaneus Fersenbein
Tuber calcanei ein Höcker des Fersenbeins, wo die Achillessehne ansetzt
Phalanges Finger-, Zehenglieder
Tarsus, Tarsales 3 Reihen Fußwurzelknochen
Metatarsus, Metatarsales Mittelfußknochen
Digitus 4 Zehen
Deformationen   Patellaluxation
Siehe unten bei Hüftgelenk, Kniegelenk
Polydaktylie
Zu viele Zehen, in der Regel an den Vorderpfoten.
Es gibt verschiedene Arten von Polydaktylie, wobei die Mehrzahl die Katzen nicht beeinträchtigt ist, nur eine Art kann zu Beeinträchtigungen führen.
Twisty cats - Kängarookatzen
Das sind Katzen mit zu kurzen Vorderbeinen.
Syndaktylie - Hypodaktylie
Spaltfuß, die Katzen haben meist zwei große Zehen an den Vorderpfoten, wobei der äußere Zeh meist deutlich breiter ist.

Die Oberschenkel sind kürzer als die Unterschenkel, wie bei allen Lauftieren. Die Knochen werden nach unten zu den Zehen hin immer länger.

Nach oben

Becken, Hüfte

Pelvis Becken

Becken
von oben gesehen

Os coxae Hüftbeine.
Das Becken besteht aus zwei gleichen Hälften, den Hüftbeinen.
Das Hüftbein ist ein Verschmelzungsprodukt aus Sitzbein, Schambein und Darmbein.
Cingulum membri inferioris   Beckengürtel
Er besteht aus den Hüftbeinen, dem Kreuzbein und Steißbein. Er stellt die Verbindung zwischen der Wirbelsäule und den Beinen dar.
Tuber ischiadicum   Sitzbeinhöcker,
hier schließen wichtige Muskel an
Ischion   Sitzbein, Gesäß, Hüftbein
Foramen ischiadicum   Sitzbeinloch,
unterteilt in majus (groß) und minus (klein)
Acetabulum   napfförmige Vertiefung des Hüftbeins (Pfanne), wo der Oberschenkel anschließt
Symphysis pubica   Becken- oder Schambeinsymphyse, Gelenk, welches die beiden Schambeine verbindet
Os pubis   Schambein, bildet den mittleren Teil der Hüftpfanne
Os ilium   Darmbein, bildet den oberen Abschnitt der Hüftpfanne
Crista iliaca   Darmbeinkamm,
hier schließen z.B. die Bauchmuskeln an

Hüftgelenik, Kniegelenk

Hüfte, Knie Die beiden Muskel, die hier angeführt sind, haben zwei Funktionen und wirken gegeneinander (antagonistisch).
Rectus femoris Der Muskel setzt am Darmbein an, eine Sehne führt über die Kniescheibe, er endet am Schienbein. Er beugt den Oberschenkel, indem er ihn nach vorne bewegt, und streckt damit den Unterschenkel.
Semimembranosus Der Muskel setzt am Sitzbeinhöcker an und endet medial am Oberschenkel und der gegenüberliegenden Seite des Schienbeins. Er streckt den Oberschenkel, indem er ihn nach hinten bewegt, und beugt damit den Unterschenkel.
Deformationen Hüftdysplasie (HD)
vererbliche und angeborene Mißbildung der Hüftpfanne (zu flaches Acetabulum, nicht korrekt ausgebildeter Kopf des Oberschenkels)
Patellaluxation
Fehlstellung (Zur Seite-Springen) der Kniescheibe

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Fortsetzung folgt.

 
 

 
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