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Literatur

Bedenken Sie bitte, meist ist die Literatur über die Anatomie der Katze in Englisch.

Wichtiger Hinweis:
Einige Artikel basieren auf Tierversuchen mit Katzen: Wir distanzieren uns ausdrücklich von allen Tierversuchen, die dem Tier Leid und Schmerzen zufügen. Trotzdem es nicht einfach ist, diese Artikel über Tierversuche zu lesen, stellen sie absolut notwendige Informationen zur Verfügung, die für das Verständnis der Anatomie der Katze erforderlich sind.

 

An overview on congenital alopecia in domestic animals. Lars Mecklenburg, Vet Dermatol. 2006 Dec. 
 
Compensatory plasticity and sensory substitution in the cerebral cortex. Rauschecker JP, Trends Neurosci. 1995 Jan. 
 
Hairless cats in Great Britain. Hendy-Ibbs PM, J Hered. 1984 Nov-Dec 
 

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Tasthaare der Katze

Tasthaare - Vibrissae

Die Katze besitzt an vielen Stellen des Körpers Tasthaare:

  • im Gesicht: Augenbrauen, Schnurrhaare, einige steife, kürzere Tasthaare auf der Wange und am Kinn
  • Haarpinsel an und in den Ohren
  • auf der Innen- und Hinterseite der Beine
  • Haarbüschel zwischen den Zehen und den Fußballen
Klicken Sie auf den Begriff, um eine kurze Beschreibung zu erhalten.

Wozu braucht die Katze Tasthaare?

Die Tasthaare gehören zu den primären Sinnesorganen. So wurde in Tierexperimenten bewiesen, dass die Tasthaare die Augen der Katze ersetzen, wenn die Augen ihre Funktion verlieren - siehe Literatur.
Die Tasthaare sind sehr empfindlich und können geringste Luftschwingungen wahrnehmen.

Die Tasthaare haben viele Funktionen:

  • Sie dienen der Orientierung, vor allem in der Dunkelheit, um nicht anzustoßen.
  • Die Schnurrhaare werden dazu verwendet, um die Breite einer Öffnung oder den Abstand zu einem Gegenstand genau zu bestimmen. Mit den Tasthaaren erhält die Katze genaue Informationen über ihre Umgebung, auch bei schlechter Sicht oder bei Dunkelheit.
  • Die Schnurrhaare sind sehr wichtig bei der Jagd, um die Beute wahrzunehmen, wenn sie nahe vor der Schnauze ist, damit der Biss richtig gesetzt werden kann. Über die Schnurrhaare erhält die Katze genaueste Informationen über Form und Aktivität der Beute, indem die Schnurrhaare so nach vorne bewegt werden, dass sie die Form eines Korbes bilden.
    Eine Katze, deren Schnurrhaare beschädigt sind, läuft Gefahr, dass sie die Beute an der falschen Stelle beißt.
  • Die Schnurrhaare dienen auch der Kommunikation. Angelegte, nach hinten gezogene Schnurrhaare signalisieren "Lass mich in Ruhe!", Abwehr oder Aggression.  Entspannte, normal getragene Schnurrhaare signalisieren Zufriedenheit, dass für die Katze die Welt in Ordnung ist. Nach vorn gestreckte Schnurrhaare signalisieren, dass die Katze auf Erkundungstour ist, oder dass sie freundlich gestimmt ist.

Sphynx können Schnurrhaare haben, meist kurz und unterschiedlich abgebrochen, oder auch nicht. Mit Sphynx, denen generell die Schnurrhaare fehlen, d.h. welche von Geburt an keine Schnurrhaare besitzen, sollte nicht gezüchtet werden, da ihnen ein wichtiges primäres Sinnesorgan fehlt - siehe Literatur.

Bei Rexkatzen sind die Augenbrauen und die Schnurrhaare gekräuselt und unterschiedlich abgebrochen. Versuchen Sie keinesfalls, die Schnurrhaare zu glätten und auszustrecken, denn die Schnurrhaare brechen ab, weil sie steifer als bei anderen Katzenrassen sind.

Unselige Praktiken

Die Praxis, für Ausstellungen bei Rassen, die einen runden Kopf haben sollen - vor allem bei Perser und Exotic, die Augenbrauen abzuschneiden und die Schnurrhaare zu trimmen, grenzt bereits an Tierquälerei.
Schneiden Sie daher keineswegs die Schnurrhaare oder Augenbrauen ab, Sie berauben die Katze der Orientierung und eines wesentlichen Navigationsgerätes.

Ebenso berauben Sie die Katzen eines wichtigen Sinnesorganes, wenn Sie die Haarpinsel an den Ohrspitzen auszupfen, nur damit die Ohren kleiner und runder erscheinen - vor allem bei Perser und Exotic. Auch das grenzt an Tierquälerei.

Auch die Praxis, bei Nacktkatzen - vor allem bei Sphynx - deren Gesicht zu rasieren und damit die Schnurrhaare und Augenbrauen zu entfernen (damit das Schnurrbartkissen noch ausgeprägter erscheint und die Wülste der Augenbrauen noch mehr hervortreten), grenzt an Tierquälerei.
Sie berauben diese Katzen eines wichtigen primären Sinnesorganes, welches diese unbedingt für die Orientierung brauchen.

 

 


 
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