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FIP bei Katzen: Einige Tipps

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FIP bei Katzen: Tipps, was Sie tun können

  Das Programm, um einen Zwinger frei von FIP zu machen, wurde gemeinsam mit der Veterinärmedizinischen Universität in Wien.

Index

 

Über Feline Infektiöse Peritonitis FIP

Hier wird Nichts darüber geschrieben, was die FIP ist, denn das kann man in der Literatur besser nachlesen. Um sich zu informieren, was FIP ist und wie sie sich durch Mutation von Coronaviren entwickelt, bieten die folgenden Seiten sehr nützliche Informationen:

 

Machen Tests überhaupt einen Sinn ?

Dies ist eine Frage, die sehr oft gestellt wird.
Wie bekannt ist, gibt es bis heute keinen zuverlässigen Test, den man vorher machen lassen kann, so wie die Tests auf FeLV oder FIV. Der so genannte Anitkörper-Titertest testet nur, ob feline Coronaviren FCoV vorhanden sind, dieser Test wurde und wird häufig als Test auf FIP verwendet, was völlig irrational ist.
Coronaviren sind bei jeder Katze immer da, ihre Anzahl ist umso höher, macht die Katze gerade eine Entzündung durch oder hat ein Problem mit Durchfall.
Antikörper-Tests sind nur dann sinnvoll, wenn der Tierarzt seine Diagnose, dass die Katze bereits an FIP erkrankt ist, bestätigen will.
Liest man über die Antikörper-Tests in den oben erwähnten Artikeln genauer nach, dann stellt sich sehr bald heraus, es macht überhaupt keinen Sinn, den Antikörper-Titertest durchzuführen, um eine Katze auf FIP testen zu lassen, wenn sie keinerlei Anzeichen von FIP zeigt oder kein Verdacht auf FIP besteht.

Also, geben Sie Ihr Geld nicht unnötig für einen Antikörper-Titertest aus.

Man setzt große Hoffnungen in den so genannten Polymerase Chain Reaction Test, kurz PCR-Test genannt, der darauf abzielt, die Anwesenheit des Virus selbst festzustellen. Aber dieser Test wird meistens nur an Veterinärmedizischen Universitäten durchgeführt.

Was kann man tun, um einen Zwinger wieder FIP-frei zu machen ?

Ist bereits eine Katze an FIP gestorben, ist dies kein Grund aufzugeben, aber eine Menge Geduld und Warten-Können ist erforderlich.

Bilden Sie Gruppen, eine Gruppe mit den negativ getesteten Katzen, eine zweite Gruppe mit den positiv getesteten Katzen.

Wie allgemein bekannt ist, nimmt das Virus, das die FIP verursacht, mit der Zeit ab. Die Zeitdauer beträgt zwischen 18 Monaten und 35 Monaten, bis die FIP komplett verschwunden ist.

  • Bilden Sie Gruppen, und trennen Sie die positiven Katzen von den negativen Katzen.
    Wenn möglich, lassen Sie das erste Mal alle Katzen von Ihrer Universität mittels PCR-Test testen. Bilden Sie nun die zwei Grupen, indem Sie die positiven von den negativen Katzen trennen.
    Ist nur der Antikörper-Titertest verfügbar, lassen Sie ihn trotzdem machen, damit die seropositiven Katzen von den seronegativen Katzen getrennt werden können.
  • Eine Testreihe reicht nicht aus, der Test muss alle 6-8 Wochen wiederholt werden.
  • Halten Sie die negativ gestesteten Katzen strikt von den positiv getesteten Katzen getrennt.
  • Alle Katzen, die bei einem Test negativ waren und beim zweiten Test positiv wurden, kommen in eigene Gruppe.
  • Halten Sie nur zweimal positiv getestete Katzen in einer Gruppe, dasselbe machen Sie mit den zweimal negativ getesteten Katzen. Die restlichen Katzen, die einmal positiv und ein anderes Mal negativ getestet wurden, werden in einer getrennten Gruppe gehalten.

Nachdem diese Gruppierung der Katzen durchgeführt wurde, gibt es also drei Gruppen. Und die Testserie wird alle 6-8 Wochen wiederholt.
Früher oder später werden alle Katzen mit der Zeit negativ sein, weil das Virus von selbst abnimmt. Sie müssen nur etwas Geduld haben und warten können.

Ziehen Sie Jungtiere getrennt von der Mutterkatze auf

Jungtiere erhalten den nötigen Schutz durch die Milch, die sie von ihrer Mutter saugen. Aber der Schutz und die Immunität gegen Krankheiten besteht nur in den ersten 4-5 Wochen. Dannach sind die Jungtiere nicht mehr völlig immun gegen Krankheiten.

Daher müssen die Jungtiere spätestens in einem Alter von 5 Wochen getrennt werden, am besten trennt man sie mit 4 Wochen, um auf der sicheren Seite zu sein. Sie müssen getrennt in einem eigenen Raum aufgezogen werden.
Mit dieser Methode erhält man einen zu 100% FIP-freien Zwinger, wiederholt man dieses Prozedere mit den Jungtieren in den nächsten 2 - 2,5 Jahren.

Hygiene im Zwinger ist am allerwichtigsten

Sobald die Katzen getrennt und die Gruppen gebildet wurden, müssen ihr Geschirr und ihre Katzentoiletten strikt getrennt von einander gehalten werden.
Das Virus, das die FIP auslöst, stirbt außerhalb seines Wirtes nach wenigen Minuten. Das Virus kann leicht abgetötet werden, verwendet man einen ördinären Desinfektionsspray, den man in jeder Drogerie kaufen kann.

  • Daher: Bevor das Katzengeschirr in die Spülmaschine gegeben wird, sollte es desinfiziert werden.
  • Desinfektionsmittel sollten auch zum Aufwischen der Böden verwendet werden.
  • Desinfektionsmittel sollten auch beim Reinigen der Katzentoiletten verwendet werden.
  • Die Katzentoiletten müssen täglich gereinigt werden.
  • Desinfizieren Sie Ihre Hände und Schuhe, wenn Sie Katzen aus der "positiven" Gruppe berührt haben. Der Tierarzt macht genau dasselbe, er desinfiziert jedes mal seine Hände, sobald er ein Tier behandelt hat, sonst würden sehr viele Katzen bereits mit FIP infiziert sein.
  • Besuche bei anderen Leuten, die Tiere zuhause haben, sollten vermieden werden, wann immer nur möglich. Wenn Sie nach Hause kommen, geben Sie ihre Kleider samt einem Desinfektionsmittel in die Waschmaschine, um sie gut durchzuspülen, und desinfizieren Sie Schuhe und Hände.

Halten Sie den Stresspegel im Zwinger auf dem absoluten Minimum

Das ist das wichtigste, was Sie tun können. Untersuchungen bei FIP haben gezeigt, je niederer der Stresspegel, desto schneller nimmt der Viruspegel ab.

Vermeiden Sie jeden Stress für Ihren Zwinger:

  • Es sollten KEINE NEUEN TIERE in den Zwinger heringenommen werden, jedes neue Tier erhöht den Stress für die übrigen Katzen und erhöht so den Viruspegel.
  • Alle Kater sollten kastriert werden, wenn sie nicht unbedingt für die Zucht noch gebraucht werden, nur sehr wenige Kater sollten unkastriert bleiben. Nicht kastrierte Kater sollten von einander getrennt gehalten werden, jeder Revierstreit erhöht den Stresspegel und den Viruspegel.
  • KEIN ZÜCHTEN. Jede Schwangerschaft und jede Geburt stellen einen enormen Stress für die Katzen dar und multiplizieren den Viruspegel im Zwinger. Daher, die Weibchen sollten so ruhig sein wie nur möglich, werden sie rollig, dann sollte man eine Hormonspritze verabreichen lassen. Auch wenn das mit dem Risiko für die Kätzin verbunden sein sollte, dass sie nach einer Hormonbehandlung nicht mehr aufnimmt, was ist wichtiger: "Die Zucht oder das Leben" ? Wenn damit das Leben der Katzen gerettet werden kann, muss man das Risiko einer Hormonbehandlung auf sich nehmen.
  • KEINE AUSSTELLUNGEN für irgendeine Katze. Jede Ausstellung ist ein Stress für die Katzen und erhöht den Viruspegel. Auch wäre es allen anderen Katzen der Ausstellung gegenüber äußerst unfair, denn diese könnten durch Ihre Katze infiziert werden.
  • Die Anzahl der Katzen sollte reduziert werden. Es ist nicht leicht, Katzen abzugeben, die man liebt und für die man viel Zeit und Geld geopfert hat. Aber, eines neues Zuhause, wo die Katze alleine leben kann, kann das Leben der Katze und aller übrigen Katzen, die zuhause verblieben sind, retten.
 
 

 
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