Chartreux
Javascript DHTML Drop Down Menu Powered by dhtml-menu-builder.com  
Chartreux blau
Int.Ch. Kimberley-Saphira (links) und Tochter Angie (rechts)
Züchter & Besitzer: Ingeborg Riedel, Cattery Villa Ingenheim, Deutschland
 

Felllänge und Farben

  • Hier gibt es einige kontroversielle Diskussionen in den verschiedenen Organisationen, ob es Chartreux auch in anderen Farben als Blau geben soll, z.B. in Bluepoint. Die Lager bei den Züchtern sind hier sehr gespalten.
  • Auch über die Felllänge, ob es auch langhaarige Chartreux geben soll, gehen die Meinungen der Züchter weit auseinander.
Chartreux blau
Felipe Secondo del Sogno Blu
Züchter: Katia Pocci, Del Sogno Blu cattery, Italien
Chartreux blau
Vittoria
Besitzer: Domenica Lepidi, Amatoriale cattery, Italien
 

Literatur

[1] Dictionnaire universel de commerce, d'histoire naturelle et des arts et métiers, Jacques Savary des Bruslons, 1723

Jacques Savary des Bruslons, 1657-1716, französischer Generalinspekteur der königlichen Manufakturen beim Pariser Zollamt, schrieb mit seinem Bruder, Louis-Philémon Savary dieses berühmte Wörterbuch über den Handel, welches Louis-Philémon nach seinem Tod vollendete.

 
[2] Encyclopédie, ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, Denis Diderot et Jean le Rond d’Alembert, 1751 - 1772

Diderot & D'Alembert: Encyclopédie
Source: Wikimedia Commons

Denis Diderot, geboren 05.10.1713 in Langres (Champagne-Ardenne), gestorben 31.07.1784 in Paris, war ein berühmter französischer Philosoph, Kunstkritiker und Schriftsteller.
Jean-Baptiste le Rond called D’Alembert, geboren 16.11.1717 in Paris, gestorben 29.10.1783 in Paris, war einer der bedeutendsten Mathematiker, Mechaniker, Physiker des 18. Jahrhunderts und Philosoph der Aufklärung.

 
[3] Dictionnaire raisonné universel d'histoire naturelle : contenant l'histoire des animaux, des végétaux et des minéraux, et celle des corps célestes, des météores, & des autres principaux phénomenes de la nature; avec l'histoire et la description des drogues simples tirées des trois regnes ... plus, une table concordante des noms latins ... (MDCCLXXV [1775])   Jacques Christophe Valmont de Bomare, 1775

Dictionnaire raisonné universel d'histoire naturelle

Jacques-Christophe Valmont de Bomare, born 17.09.1731 in Rouen, died 24.08.1807 in Paris, was a French naturalist.

 
[4] Histoire naturelle de Buffon. Histoire de la terre-t. 2. Histoire des minéraux-t. 3. Histoire de l'homme-t. 4-6. Histoire des quadrupèdes-t. 7-9. Histoire des oiseaux-t. 10. Histoire de la reproduction, Georges Louis Leclerc comte de Buffon, T. 1, Firmin Didot Frères, Paris, 1754, Volume 4

Georges Louis Leclerc comte de Buffon, kurz Buffon, geboren 07.09.1707 in Montbard, gestorben 16.04.1788 in Paris, war der berühmteste französische Naturforscher. Dieses Buch ist eines der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Bücher über die Natur, Erde, die Tiere und den Homo sapiens. Bis zu seinem Tod schaffte er es, 36 Bände zu schreiben. Nach seinem Tod schrieb
Bernard Germain Étienne Médard de La Ville-sur-Illon, comte de La Cépède, geboren 26.12.1756 in Agen in Guyenne, gestorben 06.10.1825 in Épinay-sur-Seine, französischer Naturforscher, Zoologe und Ichtyologe noch 8 weitere Bände zu diesem Buch.

 
[5] Dictionnaire raisonné et universel des animaux ou le règne animal, François-Alexandre Aubert de La Chesnaye des Bois, 1759, Paris, Volume 1

Dictionnaire raisonné et universel des animaux

François-Alexandre Aubert de La Chesnaye des Bois, geboren 17.06.1699 in Ernée, gestorben 29.02.1784 in Paris, war ein französischer Schriftsteller.

 
Diese sehr interessanten Bücher gibt es zum Download (es lohnt sich, diese zu lesen), oder Sie können diese online lesen. Klicken Sie dazu auf den Titel des Buches.
 

Eurocatfancy

Standard AACE
Standard ACF
Standard ACFA
Standard CCA
Standard CFA
Standard CFF
Standard FIFe
Standard GCCF
(Sie müssen das Buch kaufen.)
Standard LOOF
Standard TICA
Standard WCF
 
Züchter anzeigen
 
In Züchterliste eintragen
 

Rasseprofil

Die Chartreux ist mittelgroß bis groß. Der Körper ist eher kurz,  jedoch nicht stämmig, sehr kräftig und sehr schwer, besonders das Hinterteil ist auffallend stark ausgeprägt. Der Knochenbau ist kräftig. Die Brust ist sehr breit. Die Beine sind mittellang und im Vergleich zum Körper nicht besonders stark. Die Pfoten sind eher klein.
Der Kopf ist groß und wirkt kantig, seine Form ist wie ein umgekehrtes Trapez - oben am Schädel breit, und zur Schnauze hin wird der Kopf schmäler. Die Stirn ist eher flach, und der Oberkopf ist relativ flach.
Die Ohren sind mittelgroß, eher eng gesetzt und stehen aufrecht am Schädel.
Die Nase ist breit, mittellang (deutlich länger als bei den Briten) und gerade, sie bildet von der Nasenspitze bis zur Stirn eine gerade Linie ohne Einbuchtung.
Bei Katern sind die Wangen sehr deutlich zu sehen (wie Hängebacken).
Die Schnauze ist eher klein, jedoch kantig und ist auffallend deutlich zu sehen.
Die Augen sind groß und rundlich, und nicht zu eng gesetzt. Die Augenfarbe ist orangefarben, manchmal ist sie etwas heller, sollte jedoch weder verschwommen (wässrig) noch grünlich sein.
Das Kiefer ist breit, und das Kinn ist kräftig.
Das Fell ist mittelkurz (für eine Kurzhaarkatze nicht so kurz, wie man es gewohnt ist). Es ist extrem dicht, das Unterfell ist sehr dicht und wollig. Es ist nicht erlaubt, dass das Fell flach anliegt, es muss aufstehen (wegen seiner dichten Unterwolle). Die Farbe des Felles ist ein mittleres Blaugrau, obwohl ein helles Blau bevorzugt würde.
Der Schwanz ist mittellang und nicht sehr dick, die Schwanzspitze ist leicht gerundet.

Wichtiger Hinweis:
Echte Kartäuserkatzen sind Chartreux, und nicht Britisch Kurzhaar, die im Volksmund noch immer falsch als Kartäuser bezeichnet werden.

 

Ursprung

Die Chartreux ist die "Naturrasse" Frankreichs und eine der ältesten Rassen. Die Legende sagt, dass 1558 berichtet wurde, dass die französischen Karthäusermönche, bekannt durch ihren Liqueur, den Chartreuse, diese Rasse gezüchtet haben sollen. Das scheint eine bloße Legende zu sein.

Der Name "Chartreux" wurde erstmals erwähnt in Dictionnaire universel de commerce, d'histoire naturelle et des arts et métiers, Jacques Savary des Bruslons, 1723 [1]:
"CHARTREUX, Le vulgaire nomme ainsi une sorte de chat qui a le poil tirant sur le bleu. C'est une des espèces de fourrures dont les Pelletiers font négoce."  1), Volume 1: under the entrance CHAR, page 812.

Savary, Dictionnaire universel de commerce

Im Band dieser Enzyklopädie, welcher 1753 veröffentlicht wurde, werden die Chartreuxkatzen beschrieben, dass ihre Fellfarbe aschgrau ist und das Fell von Kürschnern verwendet wird (wegen seiner Dicke): Encyclopédie, ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers [2] :
"Chartreux, (Hist. nat.) sorte de chat dont le poil est d’un gris cendré tirant sur le bleu. C’est une des peaux dont les Pelletiers font négoce, & qu’ils employent dans les fourrures.", L’Encyclopédie, Volume 3, Cha - Consécration, Oktober 1753  2)
 

Im Dictionnaire raisonné universel d'histoire naturelle : contenant l'histoire des animaux, des végétaux et des minéraux, et celle des corps célestes, des météores, & des autres principaux phénomenes de la nature; avec l'histoire et la description des drogues simples tirées des trois regnes ... plus, une table concordante des noms latins ... (MDCCLXXV [1775])  [3], Jacques Christophe Valmont de Bomare, 1775, Volume 1, Seite 59
wird die Chatreux im Vergleich zu Katzen anderer Länder, wie Spanien, Persien, Angorakatze aus Anatolien, erwähnt.

Chats chartreux

Wie Sie hier lesen, wird darüber spekuliert, dass das Klima den Körperbau, das Fell und die Farbe beeinflusst und diese Katzen verschiedene Rassen sein könnten.
Chartreux Jean-Baptiste Perronneau, geboren 1715 in Paris, gestorben 19.11.1783 in Amsterdam, war ein französischer Maler, der sich auf Portraits in Pastell spezialisierte.

Bild von Magdaleine Pinceloup de la Grange von 1747

Getty Center, Los Angeles

Chartreux Detail aus diesem Bild

In Histoire naturelle de Buffon. Histoire de la terre-t. 2. Histoire des minéraux-t. 3. Histoire de l'homme-t. 4-6. Histoire des quadrupèdes-t. 7-9. Histoire des oiseaux-t. 10. Histoire de la reproduction, [4], Georges Louis Leclerc comte de Buffon, T. 1, Firmin Didot Frères, Paris, 1754, Volume 4, Seite 222
wird die Chartreux im Vergleich zu Katzen anderer Länder erwähnt, wie die Perserkatzen aus Chorazon (Provinz in Persien), Angorakatze aus Syrien, Katzen aus Spanien.

Buffons Naturgeschichte

Chartreux und Angorakatze

Bild von der Ausgabe von 1799

Im Dictionnaire raisonné et universel des animaux ou le règne animal, François-Alexandre Aubert de La Chesnaye des Bois, 1759, Paris, Volume 1 [5]
wird die Chartreux unter den Hauskatzen beschrieben:

Le regne animal

Vor dem 2. Weltkrieg war die Chartreux sehr bekannt in der Normandie, Île-de-France, wo die Schwestern Léger auf der Insel Belle-Ile wohnten und eine Chartreux besaßen. 1933 wurde ihre Chatreux Mignonne de Guerveur Int. Champion und Beste Katze in der Katzenausstellung, welche vom Cat Club de Paris organisiert wurde. 1939 wurde der erste Standard für die Chartreux herausgegeben.

Während und nach dem 2. Weltkrieg war auch diese Rasse vom Aussterben bedroht, und so wurden um 1960 auch Britisch Kurzhaar und Perser eingekreuzt. Daher wurden zu dieser Zeit Briten und Chartreux nicht getrennt in den Zuchtbüchern registriert, woher auch die falsche Bezeichnung 'Kartäuser' für die Briten stammt. 1970 verschmolz die FIFe die Briten mit der Chartreux, und beide Rassen hatten denselben Standard. Die Züchter Simonnet (Cattery Vaumichon) und Jaquemin (Cattery Lilas Bleus) aus Paris gründeten den "Club de Chat des Chartreux", um die Einzigartigkeit der Chartreux zu bewahren. Und es ist ihren Anstrengungen zu verdanken, dass schließlich 1977 ein getrennter Standard für die Chartreux von der FIFe angenommen wurde.
Doch bereits 1950 hatte der Cat Club de Paris dieser Rassenkreuzung ein Ende gesetzt, und es war von da an nur mehr erlaubt, Chartreux mit Chartreux zu verpaaren.
1972 wurden die ersten Chartreux von Helen Gamon, Kalifornien, nach Nordamerika exportiert.
1987 wurde die Chartreux von CFA und TICA anerkannt.

Eine berühmte Besitzerin von Chartreuxkatzen war die französische Schriftstellerin Colette:

Colette mit ihren Chartreux

Ihr voller Name ist Sidonie-Gabrielle Claudine Colette, geboren 28.01.1873 in Saint-Sauveur-en-Puisaye, Département Yonne (Burgund), gestorben 03.08.1954 in Paris.
Die Heldin ihres Buches La Chatte, 1933 veröffentlicht, ist die Chartreux, Saha.

General Charles de Gaulles, geboren 22.11.1890 in Lille, gestorben 09.11.1970 in Colombey-les-Deux-Églises (Haute-Marne), besaß eine Chartreux, namens Ringo de Balmalon.

 

Temperament

Chartreux werden als "lächelnde" Katzen bezeichnet, wegen ihres Gesichtsausdruckes, der durch ihre auffallende Schnauze, die im Vergleich zum Kopf eher klein ist, noch deutlich unterstrichen wird.
Sie sind sehr ruhige und stolze Katzen. Ihre Augen verraten Energie und ein reges Interesse an ihrer Umgebung.
Ihre Stimme ist eher fein und ruhig, doch sind sie sehr gute Jäger.
Die Chartreux hat sehr besondere Qualitäten, wie Ausdauer und ungeahnte Energiereserven, sie sind außerordentlich intelligente und sehr aufgeweckte Katzen, sind sehr loyal und ihrem Besitzer treu ergeben. Und gerade diese Stärken haben dieser außerordentlichen Rasse das Überleben über so viele Jahrhunderte gesichert.

 

Pflege

Chartreux haben ein sehr dichtes Fell, auf das bei der Zucht größter Wert gelegt wird. Daher ist regelmäßiges Kämmen angebracht. Baden ist nicht regelmäßig erforderlich, da die Katzen an sich nicht verschmutzen.

 
 
1) Übersetzung:
CHARTREUX, bezeichnet im Volksmund einen Typ einer Katze, deren Fell einen blauen Farbton hat. Das ist eine Art von Pelz, mit dem die Kürschner Handel treiben.

2) Übersetzung:
CHARTREUX, (Hist. nat. = Naturgeschichte) ist eine Art von Katze, deren Fell einen aschgrauen Ton, basierend auf Blau, hat und welches sie bei den Pelzen verwenden.

 

 

 
Eurocatfancy © 2005-2012
Email:  epost@eurocatfancy.de
Disclaimer | Kontakt | Download ECF-logo