Munchkin
Das Hauptmerkmal der Munchkin sind die kurzen Beine.
 
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Ein besonderer Dank geht an Beth Fillman - Calico Rose cattery,  und Svetlana Ponomareva, Russicat cattery, die mir sehr geholfen haben und sehr schöne Bilder zur Verfügung gestellt haben.
Munchkin LH schildpatt Van
Calico Rose Talisman
Züchter: Beth Fillman, Calico Rose cattery, New York, USA
 
Munchkin können lange und kurze Haare haben.
Munchkon KH seal point
Munchlets Teddy Rose
Züchter: Kelly Thompson, Munchlets cattery, Strasburg, Colorado USA
 
Munchkins gibt es in allen Farben und Mustern:
einfarbig weiß, schwarz, blau, chocolate, lilac, cinnamon, fawn, rot, creme
schildpatt schildpatt, blaucreme. chocolate schildpatt, lilac schildpatt, cinnamon schildpatt, lilac schildpatt
mit Silber smoke, shaded, shell
alle Tabby-Muster
  • klassisches Tabby-Muster (gestromt), getigert, getupft, getickt
  • und - natürlich auch silber gestromt
Munchkin LH weiß
Russicat's Pupa
Züchter: Svetlana Ponomareva (Int. Richterin aller Rassen), Svetlana Konovalova, Russicat cattery,  Moskau, Russland
Munchkin KH rot getickt
Russicat's Big Mac
Züchter: Svetlana Ponomareva (Int. Richterin aller Rassen), Svetlana Konovalova, Russicat cattery,  Moskau, Russland
 

Und weiter geht's mit den Farben:

mit Weiß
  • Van, Harlequin, Bicolor, Mitted, mit Weiß
  • und natürlich auch:
    silber mit Weiß, tabby mit Weiß, silber tabby mit Weiß
Colourpoint
  • mit einfarbigen Points
  • tabby point (Lynx-point)
  • mit Points und mit Weiß

Munchkin KH chocolate getupft Bicolor

Calico Rose Truffle
Züchter: Beth Fillman, Calico Rose cattery, New York, USA
 
Munchkin LH rot getickt & weiß
Russicat's Fox
Züchter: Svetlana Ponomareva (Int. Richterin aller Rassen), Svetlana Konovalova, Russicat cattery,  Moskau, Russland
 
Munchkin KH schwarz Bicolor
Kittymews Merlin of Calico Rose
Besitzer: Beth Fillman, Calico Rose cattery, New York, USA
 

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Rasseprofil

Die Munchkin ist mittelgroß. Ihr Hauptmerkmal sind ihre kurzen Beine. Munchkin gibt es in Langhaar und Kurzhaar.
Der Kopf ist mittellang, die Backenknochen sind hoch und die Schnauze mittellang. Der Kopf besitzt gerundete Konturen, Wangen und Schnauze sind gerundet. Die Nase ist mittellang, gerade und hat einen leichten Stopp zwischen den Augen. Die Ohren sind mittelgroß, breit am Ansatz und relativ hoch gesetzt. Die Augen sind mittelgroß und walnußförmig.
Der Kopf sitzt auf einem kräftigen Hals, der nicht zu kurz sein soll.
Der Körper ist kräftig und mittellang, die Schultern sind kräftig, die Brust ist sehr gut ausgebildet und die Hüften sind fest und kräftig. Die Beine sind kurz und kräftig, die Hinterbeine sind etwas höher als die Vorderbeine. Der Schwanz ist mittellang und wird aufrecht getragen, wenn sich die Katze bewegt.

Munchkins können lange und kurze Haare haben.
Langhaarige Katzen haben ein seidiges Allwetterfell und Höschen an den Hinterbeinen, die Halskrause ist nicht besonders ausgeprägt, der Schwanz ist voll mit langen Haaren und wie ein Federbusch behaart.
Kurzhaarige Katzen haben ein festes plüschartiges Allwetterfell.

 

Ursprung

Die Mutation, die diese kurzbeinigen Katzen hervorgerufen hat, ist mehrmals in der Literatur beschrieben worden:
  • 1944 in Großbritannien im Veterinary Record von Dr. H. E. Williams-Jones, der auch eine 8,5 jährige schwarze Kätzin beschreibt, die ein ausßerordentlich gesundes Leben führte. Ihre Mutter, Großmutter und einige ihrer Nachkommen hatten ebenfalls kurze Beine. Er beschreibt, die Bewegung dieser Katzen sei wie bei den Frettchen, aber sonst waren die Katzen in jeder Hinsicht genauso normal wie ihre langbeinigen Artgenossen. Leider scheinen diese Katze durch den 2. Weltkrieg verschwunden zu sein.
  • 1956 beschreibt Max Egon Thiel aus Hamburg, Deutschlang, im Zoologischen Anzeiger, dass er eine solche Katze 1953 zuerst in Stalingrad gesehen hat. Die Katze hatte ungewöhnlich kurze Beine, war jedoch in keiner Weise in ihren Funktionen behindert. Er sah die Katze mit ihren langbeinigen Geschwistern und anderen jungen Kätzchen spielen und nannte sie die Kangaroo-Katze aus Stalingrad, weil sie wie ein aufmerksamer Hase aufrecht auf den Hinterbeinen saß und die Vorderbeine in die Luft streckte. Als er abreiste und nach der Katze sehen wollte, wurde diese von einem russischen Physiker weggeschafft.
  • In den 1950-ger wurden ähnliche Katzen in New York gesehen, und in den 1970-ger Jahren in Neuengland.

Die Rasse, wie man sie heute kennt, hatte ihren Ursprung 1983 in Rayville, Louisiana. Sandra Hochenedel, eine Musiklehrerin sah zwei Katzen, die sich aus Furcht vor einer Bulldoge unter einem Pickup versteckten. Mrs Hochenedel nahm die Katzen nach Hause mit und bemerkte zwei Dinge: beide Katzen waren schwanger, und beide hatten kurze stämmige Beine. Sie behielt die schwarze Katze, Blackberry genannt. Die blaugraue Katze, Blueberry genannt, gab sie jemand anderem. Von den Jungen, die Blackberry geboren hatte, gab sie ein Jungtier mit kurzen Beinen, Toulouse genannt, ihrer Freunding Kay LaFrance, die in Monroe, Louisiana lebte. Da die Katzen von Mrs. LaFrance freien Auslauf nach draußen hatten und nicht kastriert waren, entstand in Monroe bald eine wild lebende Katzenpopulation von Munchkins, die sich mit ihren langbeinigen Artgenossen an der Jagd nach Futter und an der Suche nach einem Paarungspartner sehr erfolgreich beteiligten.
1990 nahmen Mrs. Hochenedel und LaFrance Kontakt zu Dr. Solveig Pflueger auf, der Vorsitzenden der Genetikkommission der TICA. Ihre Studien zeigten, dass die kurzen Beine das Ergebnis einer Mutation waren, die sich auf die langen Knochen der Beine auswirkt, und dass die kurzen Beine durch ein dominantes Gen vererbt werden, wie sie in einem Artikel schrieb, der im Jänner 1999 veröffentlicht wurde.
Die neue Rasse wurde 1991 auf der INCATS-Ausstellung der TICA im Madison Square Garden in New York der Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits 1991 versuchten die Züchter, die Anerkennung der Rasse durch die TICA zu erlangen, doch diese wurde mit der Begründung abgelehnt, dass man über diese neue Rasse noch nicht genug wüßte. Die Züchter versuchten es im September 1994 nochmals, und die Rasse wurde mit 1.5.1995 in der NBC-Klasse anerkannt (NBC: new breed and color = neue Rasse und Farbe).
Die Züchter mußten noch etliche Jahre warten, bis die Munchkin 2002 von der TICA für das Championat anerkannt wurde.
Leider gibt es auch Organisationen, wie die FIFe, wo die Rasse verboten ist.
Die Rasse erhielt ihren Namen nach den kleinwüchsigen Leuten im Munchkinland aus dem Filmklassiker von 1939 "The Wizard of Oz".

 

Genetik

Die Meinung, dass die Munchkin eine vom Menschen gezüchtete Rasse ist, ist falsch!
Das spezielle Merkmal, die kurzen Beine (wie bei einigen Hunderassen) wurde durch eine spontane Mutation hervorgerufen, die bereits vor einiger Zeit entdeckt worden war und erstmals 1944 im  Veterinary Record (Großbritannien) von Dr. H. E. Williams-Jones beschrieben wurde.
Die kurzen Beine werden als autosomales (geschlechtsungebundenes) dominantes Merkmal vererbt.
Eine 8 Jahre dauernde Studie, die von Solveig Pflueger, Ph.D und M.D., Direktorin des Medical Genetics Laboratory im Baystate Medical Center, Springfield, Massachusetts, und Vorsitzende der Genetikkommission der TICA, und David S. Biller, DVM, Vorsitzender des Institutes für Radiologie am College of Veterinary Medicine, Kansas State University, durchgeführt wurde, konnte bis jetzt keine Anomalien der Wirbelsäule entdecken, und diese Studie ermutigte die Züchter dieser Rasse in ihrem Zuchtprogramm.
Die Züchter kreuzen auch Hauskatzen ein. Daher können von einer heterozygoten (mischerbigen) Munchkin auch langbeinige Katzen fallen, die als Non-Standard-Munchkin bezeichnet werden.
Informieren Sie sich auch über das Feline Genome Project über die Munchkin auf der Homepage von Dr. Leslie Lyons.

 

Temperament

Die Munchkin besitzt eine ausgesprochen liebenswerte Persönlichkeit und ist sehr auf den Menschen bezogen. Trotz ihrer kurzen Beine ist sie selbstbewußt und sehr aufgeweckt, sie besitzt großes Selbstvertrauen und geht gerne auf andere zu. Sie wird von ihren langbeinigen Artgenossen wie ihresgleichen behandelt.
Die Munchkin kann genau so wie andere Katzen sehr schnell laufen, wobei sie wie ein Frettchen läuft. Sie kann auf Bäume und Kratzbäume klettern, leider auch auf Vorhänge wie alle anderen Katzen auch. Munchkins können auch ins Bett springen, oder auf den Sessel oder den Küchentisch springen.
Manchmal werden sie Elstern genannt, weil sie ihr ganzes Leben lang verspielt bleiben und es lieben, Dinge an versteckten Plätzen zu verstecken.

 

Pflege

Munchkins sind pflegeleichte Katzen. Ihr Fell verfilzt nicht und hat keine Knoten. Sie haaren relativ wenig. Die Pflege ist nicht sehr aufwendig, doch sie mögen sehr gerne gebürstet werden.

 
 

Literatur

Die Literatur besagt nicht, dass eine bestimmte Rasse besonders viele genetische Defekte besitzt.
Durch den Fortschritt in der Gentechnologie erhält man auch mehr Wissen über die Gene (genauso wie beim Menschen).

Breed-related disorders of cats
1. Danièlle Gunn-Moore, 2. Claire Bessant, 3. Richard Malik
Journal of Small Animal Practice, Volume 49, Issue 4, pages 167–168, April 2008
Lesen Sie dazu die Rezension dieses Artikels.

 

 
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