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Pixie-Bob

 
Pixiebob Kurzhaar
CH LivingLegend's Birch
Züchter: Shari Fedewa, LivingLegend cattery, Florida, USA
LivingLegend's Birch
CH LivingLegend's Birch
Züchter: Shari Fedewa, LivingLegend cattery, Florida, USA
 
Farbe und Zeichnung:
Die Farbe hat alle Schattierungen von hellem bis zu dunklem Braun, wobei eine rötliche Färbung bevorzugt wird.
Das Muster ist ein Tabby-Muster, und zwar getupft. Die Tupfen sind eher klein und können auch unterbrochene Mackerel-Streifen sein. Das Muster ist wegen des stark getickten Fells nicht sehr deutlich, was jedoch nicht sehr wichtig ist.
Langhaar Kurzhaar
Verschiedene Farbtöne des Fells mit dem Revers-Ticking (beachten Sie die hellgelben Haarspitzen)
 
Das Fell ist stark getickt, hat jedoch ein sogenanntes Revers-Ticking, wie man es bei den Fellhasen oder Fellmäusen kennt. Die Haarspitzen haben das helle Agouti-Band, sind also goldgelb, nahe der Haut ist ein dunkles Agouti-Band, das einen mausgrauen Untergrund ergibt. Die starken Agouti-Bänder sind sehr deutlich zu sehen.
Wichtiger als das Tupfenmuster ist das Ticking, das an das Ticking der Wildtiere erinnern muss.
Pixiebob Langhaar
SMGC Natureworks Belvedere, NW
Züchter: Tracey Semchison, Natureworks cattery, Gananoque, Ontario, Canada
Photo: Blue Sky
Natureworks Belvedere: Kopf und Pfoten
SMGC Natureworks Belvedere, NW
Züchter: Tracey Semchison, Natureworks cattery, Gananoque, Ontario, Canada
Photo: Blue Sky
Pixiebob Kurzhaar
QGC LivingLegend's Geronimew, RW
Züchter: Shari Fedewa, LivingLegend cattery, Florida, USA
Pixiebob Langhaar
SGC Kaperkats Almond Roca of LivingLegend
Züchter: Kay Doyle
Besitzer: Shari Fedewa, LivingLegend cattery, Florida, USA
 

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Standard ACFA
Standard CCA
Standard LOOF
Standard TICA
 
[Homepage of Carol Ann Brewer]
 
[The International Pixie-Bob Journal]
 
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Rasseprofil

Die Pixie-Bob (Pixiebob) ist eine sehr große Katze mit einem rechteckigen Körper, einem breiten Kopf und einem unterschiedlich langen Bobtail-Schwanz, wie er in der Natur vorkommt. Sie soll an die Coastal Red Bobcat erinnern, die im Nordwesten der USA im Staat Washington lebt (eine der 23 Arten von Bobtail-Katzen).

Der Kopf erinnert an eine breite umgedrehte Birne. Die Stirn ist breit und gerundet. Die Nase ist breit und leicht nach unten gebogen mit einem großen Nasenspiegel, der Ansatz der Nase ist deutlich markiert. Die Schnauze ist breit und abgerundet, sie ist deutlich abgesetzt (also mit einem Whiskerbreak) und hat ausgeprägte Schnurrhaarkissen.
Die Ohren sind mittelgroß und sitzen an den Ecken des Kopfes. Sie haben Luchspinsel an den gerundeten Ohrspitzen und hellere Luchsabzeichen auf der Hinterseite (heller Daumenabdruck).
Die Augen sind mittelgroß und sehr wichtig bei dieser Rasse, sie haben eine sehr charakteristische Form, als würde die Katze schläfrig durch die Augenlider blinzeln. Die Augenform ergibt ein Dreieck, das obere Augenlid ist sehr ausgeprägt und leicht hängend, die Seite zum inneren Augenwinkel ist gerade, die Seite zum äußeren Augenwinkel ist gerundet und schräg zu den Ohren gestellt. Die Augenbrauen sind stark und dicht behaart. Die Augen sind von einem cremefarbenen (bis weiß) Ring umrandet, die Maskaramarkierung ist sehr deutlich zu sehen. Die Augenfarbe ist goldfarben bis braun, eine stachelbeergrüne Farbe wird toleriert.

Der Körper ist sehr groß und sehr kräftig, sehr muskulös, er ist langgestreckt und ergibt mit den langen Beinen eine rechteckige Form. Die Knochenstruktur ist sehr kräftig, die Schulterblätter sind stark ausgeprägt, die Brust ist breit. Der Rücken steigt nach hinten an, die Flanken sind tief, die Hüften sind schmaler als die Schultern.
Die Beine sind lang und sehr kräftig und muskulös, die Pfoten sind groß und abgerundet mit kräftigen langen Zehen. Polydaktylie (maximal 7 Zehen) sind erlaubt.

Der Schwanz ist ein Bobtail-Schwanz, der unterschiedlich lang sein kann. Er besteht aus Winkeln, Kurven und Knicken, ist also nicht gerade, aber nicht geringelt wie ein Pom-Pom, sondern wird im entspannten Zustand hängend getragen. Der Schwanz muss mehr als 5cm lang sein und darf maximal bis zur hinteren Ferse reichen.

Die Pixie-Bob gibt es in Langhaar und Kurzhaar.
Langhaar:
Das Fell ist mitteldicht (nicht so dicht wie bei Kurzhaar), es ist weich und liegt im Vergleich zur Kurzhaarvariante enger am Körper an. Das Fell ist mittellang, das Fell am Bauch ist immer länger als das übrige Fell.
Kurzhaar:
Das Fell ist kurz, sehr dicht, weich mit wolligem Unterfell, es steht vom Körper ab. Das Bauchfell ist immer länger als das übrige Fell.

Die Rasse entwickelt sich sehr langsam und braucht vier Jahre, um den Typus einer erwachsenen Katze zu erreichen. Die Männchen sind deutlich größer und schwerer als die Weibchen.

 

Bemerkungen zur Polydaktylie

Das deutsche Gutachten zum Tierschutzgesetz § 11b zu diesem Thema ist leider wissenschaftlich nicht sehr sorgfältig recherchiert. Es läßt hier nämlich außer Acht, dass es zwei Formen von Polydaktylie zu geben scheint, wovon die Art, wie sie bei der Pixiebob, aber auch bei Maine Coon in der Zucht vorkommt, die Katze nicht beeinträchtigt.
Auch hat man sich nicht mit Polydaktylie bei Wildkatzen ausreichend beschäftigt, sonst wäre die Norwegische Fischerkatze, die polydaktyl ist und ihre Extrazehen zum Überleben braucht, bekannt gewesen.
Ebeso scheint man den Norwegischen Lundehund, der von Natur aus polydaktyl ist, nicht sorgfältig studiert zu haben:
Lundehund e.V.
Norsk Lundehund

Lesen Sie zu diesem Thema sehr ausführliche und gut recherchierte Artikel mit Literaturverweisen bei: messybeast.com

 

Ursprung

Um die Entstehung der Rasse ranken sich Legenden, dass sich die wildlebenden Bobtail-Katzen oft mit frei lebenden Hauskatzen paaren.
1985 wurde in Cascade Range (nahe der Küste von Puget Sound) ein Wurf Hauskatzen mit diesem legendären Bobtail-Schwanz geboren, dessen Herkunft nicht geklärt ist. Von diesem Wurf kaufte Carol Ann Brewer einen getupften Kater mit Polydaktylie und einem kurzen Bobtail-Schwanz. Im Jänner 1986 rettete Mrs Brewer einen großen Kater vor dem Hungertod, er war klassisch gestromt und hatte einen Bobtail-Schwanz, den sie Keba nannte. Im April 1986 wurde ein Wurf von Keba und Maggie, einer Hauskatze, geboren. Aus diesem Wurf behielt Mrs Brewer die legendäre Pixie, die Stammmutter und Namensgeberin der neuen Rasse Pixiebob. Die ersten Katzen wurden als "Legend Cat" bezeichnet. So begann Carol Ann Brewer 1987 mit der Zucht dieser neuen Rasse, sie gilt als Begründerin der Pixiebob. 1989 erstellte sie einen Standard für die Pixiebob. 1993 wandte sich Mrs Brewer an TICA, welche die neue Rasse 1994 für Ausstellungen akzeptierte. 1995 wurde die Pixiebob in der NBC-Klasse (New Breed Color) von der TICA anerkannt. 1998 erhielt die Rasse schließlich Championship-Status in TICA.
 

Temperament

Die Pixiebob ist sehr anhänglich und ruhig, sie hat eine feine Stimme. Sie wird auch als "Hund in Verkleidung" bezeichnet. Sie ist sehr intelligent und lernt sehr leicht, so kann sie leicht an die Leine gewöhnt werden oder Gegenstände zu apportieren. Sie ist immer beschäftigt und sehr an ihrer Umgebung interessiert.
 

Pflege

Die Katze ist sehr pflegeleicht, haart eher wenig und braucht keine aufwendige Pflege. Sie liebt es jedoch, gebürstet zu werden.
 
 

 
 
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