|
|
|
Ein ganz besonderer Dank geht an
Bianca van
Lith, cattery of the Siberian Cats und den
Siberische Katten Club, NL, die diese schönen Bilder zur
Verfügung gestellt hat. |
|
|
 |
Vesna
Sibirskaya's Kayla
Besitzer: Ineke Vermeulen & Marian Post,
cattery
Newskaja Maskeradnaja, Niederlande
Bild von Bianca van Lith |
| |
Sibirische
Katzen gibt es in vielen Farben und Mustern:
 |
|
Bild von Bianca van Lith |
|
- chocolate und lilac (diese Farben sind nicht bei allen
Organisationen anerkannt)
- rot und creme
- Bei manchen Organisationen sind auch cinnamon und fawn
anerkannt.
- Alle diese Farben können auch schildpatt sein, d.h. mit roten
oder cremefarbenen Flecken.
|
| |
 |
|
Bild von Bianca van Lith |
- Alle diese Farben können auch eine Tabby-Zeichnung haben
(gestromt, getigert, getupft und getickt).
|
- Alle diese Farben gibt es auch mit Silber, zum Beispiel smoke,
silber gestromt, etc.
|
- Alle diese Farben können auch als Golden vorkommen, zum
Beispiel golden
shaded, golden tabby, etc.
|
|
|
| |
- Diese Farben können auch beliebig große und beliebig viele
weiße Flecken haben, zum Beispiel weiße Zehen, kleine weiße
Flecken auf der Brust, aber auch alle Bicolor-Muster.
|
 |
World Ch. Tzvetana Sladkoe Pyatnyshko
Züchter & Besitzer: Irina & Anna Parshina,
Sladkoe Pyatnyshko
cattery, Tomsk, Russland |
| |
| Sibirische
Katzen können auch Siam-Abzeichen (=Points) haben. Bei vielen
Organisationen werden sie dann als
Neva Masquerade bezeichnet (für die Colorpoint Sibirer gibt
es ein eigenes Rasseprofil). |
| |
|
 |
Eurocatfancy
|
 |
Rasseprofil
|
| Die Sibirische
Katze wird als natürliche Rasse bezeichnet, welches Rassen mit
natürlichem Ursprung sind. Die Katze ist mittelgroß, sehr kräftig
gebaut und hat halblanges, sehr dichtes Fell. Ihr Kopf ist ein
modifizierter Keil (ein Keil mit gerundeten Konturen), er ist oben
breiter und verjüngt sich leicht bis zur Schnauze. Die Schnauze ist
breit, kurz und abgerundet (nicht kantig) mit einem leichtem
Whiskerbreak (ein leichter Einschnitt am Ansatz der Schnauze zu den
Wangen). Oben (am Schädeldach) ist der Kopf relativ flach. Die Nase
ist mittellang und bildet einen sanften Bogen von der Stirn bis zur
Nasenspitze, die Nasenspitze ist leicht konvex (also nach unten)
gebogen. Das Kinn ist ein interessanter Körperteil, weil es bei
manchen Organisationen erlaubt ist, dass die Katze ein fliehendes
Kinn besitzt.
Der Hals ist recht kräftig.
Die Ohren sind mittelgroß mit abgerundeten Ohrspitzen, sie sind
leicht nach vorne geneigt. Die Ohren sind seitlich (also in den
Ecken) am Kopf angesetzt.
Die Augen sind groß und fast rund, nur der äußere Augenwinkel ist
leicht schräg zum Ohransatz. Die Augen können jede beliebige Farbe
haben, die Augenfarbe steht in keiner Beziehung zur Fellfarbe oder
dem Muster des Fells. Der Körper ist mittelgroß mit relativ
kräftigen Knochen. Er ist mittellang, "fassförmig" mit einem
kräftigen Bauch, er ist kräftig und sehr muskulös. Die Beine sind
mittellang und ebenfalls kräftig mit großen, runden Pfoten, welche
Haarbüschel zwischen den Zehen haben sollen.
Der Schwanz ist mittellang, etwas breiter am Ansatz und verjüngt
sich nur leicht bis zur Schwanzspitze, welche abgestumpft ist.
Manchmal scheint der Schwanz etwas kürzer als der Körper zu sein.
Das Fell ist sehr wichtig bei der Sibirer. Es ist mittellang und ein
so genanntes Dreifachfell, mit einer außergewöhnlich dicken
Unterwolle. Das Fell ist ein so genanntes All-Wetter-Fell und
Wasser abweisend. Die Haare an den Schulterblättern und im unteren
Teil der Brust sind dick und etwas kürzer. Die Katze hat eine volle
Halskrause rund um den Hals . Die Haare am Bauch und an den
Hinterbeinen sind manchmal leicht gewellt, aber ein gewelltes Fell
ist kein wichtiges Merkmal der Sibirer. Beachten Sie:
Wenn Sie die Rassebeschreibungen lesen, so hat diese Rasse keine
außergewöhnlichen Körperteile, kein Körperteil ist kurz oder lang.
Alle Körperteile sind mittel und moderat ausgeprägt, was extrem
wichtig bei der Sibirischen Katze ist. |
Ursprung
Die Sibirer ist eine sehr alte Katzenrasse aus Russland. Ihre
Herkunft ist unbekannt, diese Katzen gab es einfach schon immer. Es gibt sehr
wenig schriftliche Dokumentation über die Rasse, aber umso mehr Legenden und
Geschichten. So sollen die Sibirer bereits im 13. Jh. in alten russischen
Klöstern gelebt haben, wo sie fremde Besucher gemeldet haben sollen.Man muss
die Frage stellen, ob die Katzen, welche Helen M. Winslow in ihrem Buch
"Concerning Cats", 1900, als Russian long-haired beschreibt, Sibirische Katzen
waren:
"The Russian long-haired pet is much less common even than the Persian and
Angora. It is fond of cold weather, and its fur is denser, indicating that it
has been used to colder regions. ", CHAPTER XIII, CONCERNING VARIETIES OF CATS.
Deutsche Übersetzung:
Die Russische Langhaar ist sehr viel weniger verbreitet als die Perserkatze und
die Angorakatze. Sie liebt kaltes Wetter, und ihr Fell ist dichter, was zeigt,
dass sie kältere Regionen gewöhnt ist. Kapitel 13, Betreffend die Varietäten bei
Katzen.
Die
Sibirer wurde das erste Mal im März 1987 in einer Ausstellung in Leningrad (St.
Petersburg) gezeigt, welche von den Vereinen Kotofey und Kis organisiert wurde.
1987 und 1988 wurde der erste Standard von Olga
Mironova und Olga Frolova geschrieben.
Am 8.-9. Mai 1989 fand eine weitere Ausstellung in Moskau statt, wo 13 Sibirer
als Novizen vorgestellt wurden, wo auch Mars als Novize ausgestellt wurde.
Am 23.-24. September 1989 wurde Roman in Riga in der Sektion "Offiziell nicht
anerkannte Rassen" - enthielt die Sibirer und Neva Masquerade - als Nr. 146 in
der Novizenklasse ausgestellt.
Am 18. September 1989 beantragte eine Gruppe von Züchtern aus Leningrad und
Moskau bei SFF die Registrierung der Sibirischen Katze.
Am 6. August
1990 bestätigte die Soviet Felinology Federation SFF
den offiziellen Standard und registrierte die Rasse Sibirer mit der
Zertifikatsnummer 1 und die Rasse Nevskaya maskaradnaya mit der
Zertifikatsnummer 2.
1991 organisierte die FAR (Felinological Association of Russia) eine
Ausstellung, wo 30 Sibirer um den Championtitel konkurrierten.
 |
 |
Roman, braun
gestromt mit Weiß, geboren 1987,
Besitzerin A. Ivanova (Kotofey), war eine der Katzen, nach deren Muster der
Standard geschrieben wurde. |
Mars, blue
tabbypoint mit Weiß, geboren 1988, Besitzerin Maya Kalinina (Kotofey),
ausgestellt im Mai
1989 in Moskau, organisiert von SFF, ist der Stammvater der
Sibirer Colorpoint. |
Am 5.-6. Januar 1991 organisierte Kotofey seine Ausstellung, wo 119 Sibirer
anwesend waren, mit 29 Colourpoint Sibirer. In der Novizenklasse waren 50
Sibirer, mit 13 Colourpoint Sibirer.
Am 28.6.1990 kamen die ersten Sibirer in die USA zu Elizabeth
Terrell (cattery Starpoint): Kaliostro Vasenjkovich of Starpoint, Ofelia
Romanova of Starpoint and Naina Romanova of Starpoint.
1992 wurde die Rasse als erstes offiziell von der WCF, zu der die
Federationen Kotofey und Kis gehören, in der Anerkennungsausstellung in Prag,
CZ, ankannt. Es wurden alle Farben anerkannt, auch die Colorpoint.
Im Mai 1994 wurde die erste Colorpoint Sibirer, Dimka Laskoviy Zver (blue tabbyppoint,
Besitzerin Tatyana Pavlova) der erste Worldchampion der Sibirer überhaupt.
Am 24.7.1990 wurden die Sibirer von ACFA zur Registrierung anerkannt, am
23.2.1992 erhielten sie einen "provisorischen" Status, und wurden schließlich
für den Championtitel am 20.2.1999 anerkannt.
Am 12.11.1993 wurde die Sibirer von AACE sofort für den Championtitel
anerkannt, wo die erste Sibirer am 30.10.1994 den Grand-Champion-Titel errang:
GC Troika Zahar Ahlmazovich (Besitzerin Audrey Oliver?).
Am 1.5.1994 erhielt die Sibirer bei CFF einen provisorischen Status, wo sie
am 6.5.1995 für den Championtitel anerkannt wurde. Die Colorpoint Sibirer wurde
am 5.1.2002 für den Championtitel bei CFF anerkannt.
Am 5.7.1995 wurde die Sibirer von ACA für den Championtitel anerkannt.
Am 3.6.1992 wurde der Standard von TICA akzeptiert, wo sie schließlich am
31.8.1996 für den Championtitel anerkannt wurde. Am 5.1.1997 wurde die
Colorpoint Sibirer als NBC von TICA anerkannt, wo sie am 5.1.2002 für den
Championtitel anerkannt wurde.
Im Mai 1997 wurde die Sibirer von FIFe in der Generalversammlung in Finnland
anerkannt, aber ohne die Colorpoint Sibirer.
Erst mit 1.1.2009 wurde die Neva Masquerade von der FIFe als "provisional breed"
anerkannt. Seit 1.1.2011 ist die Neva Masquerade bei der FIFe voll anerkannt.
Am 1.5.2000 wurde die Sibirer unter "verschiedene Rassen" von CFA anerkannt.
Die Sibirer war bereits am 24.6.1993 von Linda Gray präsentiert worden, wurde
aber 1993 abgelehnt. Am 4./5.2.2006 wurde die Sibirer schließlich von CFA für
den Championtitel anerkannt.
2002 kamen die ersten Sibirer nach England (UK), wo sie schließlich am
8.9.2004 von GCCF für den Championtitel anerkannt wurden. |
Temperament
Die Sibirer hat einen Charakter ähnlich einem Hund und ein sehr liebes,
ausgeglichenes Wesen. Sie sind nicht scheu und begrüßen jeden Besucher recht
freundlich. Die Katzen sind sehr intelligent und lernen sehr schnell. Ihre
Stimme ist eher ein Zirpen, sie sind nicht sehr laut. Sie scheinen vom Wasser
fasziniert zu sein und spielen sehr gern mit den Wassertropfen. Sie sind echte
Schoßkatzen. |
Pflege
Sibirer haben ein All-Wetter-Fell, das sich sehr gut an regnerisches
Winter und winterliche Verhältnisse anpasst. Ihr Fell haart nicht sehr viel und
verfilzt auch wenig (eine sehr geringe Tendenz zur Knotenbildung). Sie sind
generell sehr einfach zu pflegen, aber regelmäßiges Kämmen bringt ihre gute
Fellqualität sicher mehr zum Vorschein. |
Zucht und
Gesundheit
Seit April 2008 läuft eine Studie von Dr. Kathryn Meurs,
Washington State University, Veterinary Cardiac Lab, zum Thema
HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie).
 |
Literatur
Winn Foundation, Feline Hypertrophic Cardiomyopathy (in
Englisch)
Washington State University, Veterinary Cardiac Genetics Lab,
Pullman, WA
Concerning Cats, Helen M. Winslow, 1900, als Download bei
Project Gutenberg verfügbar |
|