Somali

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Somali wildfarben
Somali wildfarben
 

Somali gibt es in folgenden Farben:

  • ruddy (wildfarben)

  • chocolate

  • sorrel

  • blau

  • lilac

  • fawn

  • Alle diese Farben gibt es auch in Silber, wo die Basisfarbe silberweiß ist.

Bei den wildfarbenen Somali ist die Grundfarbe in einem auffallenden Orange gefärbt, die Haare sind mit einem dunklen Sealbraun getickt (Seal ist eine Farbe wie Bitterschokolade, ein extrem dunkles Braun).
Wildfarbene Somali sind genetisch schwarz, die leuchtende kupferfarbene Fellfarbe stammt vom Rufismus (Rufismus - das Fell ist rötlich gefärbt - wird durch Polygene verursacht), der über Jahre hindurch durch sorgfältige und selektive Zucht verstärkt wurde.

 
 

Bei der sorrelfarbenen Somali ist die Grundfarbe aprikosefarben, die Haare sind schokoladefarben getickt.
Bei einigen Organisationen wird diese Farbe auch als "Rot" bezeichnet, was jedoch genetisch Nichts mit der roten Farbe, die durch das Gen "Orange" verursacht wird, zu tun hat. Sorrel wird durch das Gen "bl", ein Allel von "b" (chocolate), verursacht und wird in der Genetik cinnamon (zimtfarben) genannt.

 
 
 
Bei den blauen Somali ist die Grundfarbe blaugrau mit einer beigefarbenen (eher helleren) Basis, die Haare sind dunkelblau getickt.
Die Brust, der Bauch, die Innenseite der Beine sind beigefarben gefärbt und zeigen keinerlei Ticking.
 
 

Bei den fawnfarbenen Somali ist die Grundfarbe beige (creme) mit einer ganz hellen auch cremefarbenen Basis, die Haare sind dunkelcreme getickt.
Die Brust, der Bauch, die Innenseite der Beine sind sehr hell beige gefärbt und zeigen keinerlei Ticking.
Die Farbe ist sehr selten und wirkt etwas stumpf, sie ist eine Farbe für Kenner.

 
 
 
Bei der schwarzsilbernen Somali ist die Grundfarbe silberweiß, die Haare sind schwarz getickt.
Bei dieser Farbe ist es äußerst schwierig, den gelblichen Ton im Fell zu vermeiden (hauptsächlich im Gesicht, am Rücken und an den Vorderbeinen zu sehen), der durch zuviel Rufismus verursacht wird.
Die Brust, der Bauch, die Innenseite der Beine sind silberweiß und zeigen keinerlei Ticking oder dunklere Flecken.
 
Nicht alle Farben sind bei allen Organisationen anerkannt, dies kann erheblich unterschiedlich sein.
In manchen Organisationen ist auch "rot" (und creme, und schildpatt) anerkannt, basierend auf dem geschlechtsgebundenen Gen O.
 

Literatur

The Near Eastern Origin of Cat Domestication, Science Express June 28, 2007, Science July 27, 2007, Vol. 317, pages 519-523
Beschreibt die DNA-Sequenzierung der Hauskatze, wonach die Hauskatze (und dazu gehört auch die Abessinier) von Felis slivestris lybica abstammt.

Study Traces Cat's Ancestry to Middle East, The New York Times, Science, June 29, 2007
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African Wildcat, IUCN/SSC Cat Specialist Group

Felis chaus, IUCN/SSC Red List of Threatened Species

Cats, Their Points & Characteristics, Dr William Gordon Stables, 1876, Dean & Son, London

The Book of the Cat, Frances Simpson, 1903
Wenn Sie auf den Link klicken, können Sie das Buch runterladen.

Our cats and all about them
Harrison Weir
London, Fanciers' Gazette, 1892

Harry Bloks historische Abessinier
mit vielen Stammbäumen und Bildern historischer Abessinier.

 

Gesundheit

Progressive Retina-Atrophy (PRA)
bewirkt eine fortschreitende Verkümmerung der Sehzellen der Netzhaut und des Sehvermögens.
Seit Anfang 8/2007 gibt es auch einen DNA-Test für die rezessive Form der progressiven Verkümmerung von Stäbchen und Zapfen in der Retina der Abessinier und Somali -  rdAC.

Pyruvatcinasemangel
führt zu einer speziellen Form der Anämie (Blutarmut). Den Katzen fehlt das Pyruvatkinase-Enzym in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), welches dort zur Energiegewinnung notwendig ist. Die Folge ist eine Störung in den aufeinander folgenden enzymatischen Reaktionen der Glykolyse (Aufspaltung des Energieträgers Glukose), und es kommt dadurch zu einer stark verkürzten Lebensdauer der normalerweise rund 70–120 Tage lebensfähigen roten Blutkörperchen. Dies führt zu einer chronischen regenerativen hämolytischen Anämie.

Renale Amyloidose
ist eine Stoffwechselstörung, welche zur Ablagerung nicht abbaubarer Eiweiße (Amyloide) primär in den Nieren führt. Die Erkrankung bricht meist zwischen dem vierten und siebten Lebensjahr aus und findet sich in 75 % aller Erkrankungsfälle bei Katern. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu chronischer Niereninsuffizienz (CNI), was in der Regel zum Tod des Tieres führt.

Patellaluxation
ist eine Deformation des Kniegelenkes, bzw. der Kniescheibe, wodurch es zu einer temporären oder dauernden Kniescheibenverrenkung kommt.

Eurocatfancy

Standard ACF
Standard ACFA
Standard CCA
Standard CFA
Standard FIFe
Standard GCCF
(Sie müssen das Buch kaufen.)
Standard LOOF
Standard TICA
Standard WCF
 
[UnusualAbyCats]
Ungewöhnliche Abessinier-Farben
 
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Rasseprofil

Die Somali ist die Langhaarversion der Abessinier und ist eine sehr elegante und aktive Semilanghaarkatze.
Sie ist mittelgroß.
Der Körper bildet zusammen mit den Beinen mehr oder weniger ein Quadrat. Der Körper ist sehr muskulös mit sehnigen schlanken Beinen.
Die Form des Kopfes bildet einen kurzen, modifizierten Keil, bei dem alle Kanten und Kurven weich und sanft geformt sind.
Was bedeutet das ?
Betrachtet man den Kopf von vorne oder im Profil, dann soll man keine geraden Kanten oder flache Stellen sehen. Die Stirn ist sanft gerundet, die Schnauze ist sanft gerundet, d.h. der Kopf wirkt nicht spitz.
Betrachtet man den Kopf von der Seite, so ist er ziemlich kurz, die Nase ist sanft gebogen, und das Profil ist nicht gerade.
Die Ohren sind relativ groß und weit am Ansatz. Von der Seite gesehen, neigen sich die Ohren leicht nach vorne, was im Englischen "pricked" genannt wird, und was der Katze diesen gewissen aufmerksamen Ausdruck verleiht.
Die Augen sind groß und mandelförmig, sie glitzern extrem, man wird von diesem Blick förmlich in Bann gezogen.
Der Schwanz ist eher lang mit einer gerundeten Spitze, d.h. der Schwanz läuft nicht sehr spitz zusammen.

Der charakteristischste und wichtigste Teil der Somali ist ihr Fell, das bei den nicht silbernen Farben eine leuchtende Grundfarbe besitzt und bei dem jedes einzelne Haar auf der Oberseite der Katze getickt ist, d.h. jedes einzelne Haar besitzt mehrere Bänder, die alternierend in der Grundfarbe und in der dunkleren Farbe des Tickings gefärbt sind, die Haarspitzen sind ebenfalls in der dunkleren Farbe des Tickings gefärbt.
Genau dieses Ticking des Felles verleiht diesen Eindruck einer Wildfarbe, wie man sie z.B. bei Hasen oder Rehen sehen kann.
Die Unterseite des Körpers (Brust, Bauch, Innenseite der Beine) besitzt keinerlei Ticking.

Im Gesicht sieht man, dass die Somali eine Tabby-Katze ist (Ticked Tabby genannt), im Gesicht sieht man die typische Tabbyzeichnung, wie das "M" auf der Stirn und die Augenringe. Auf allen übrigen Körperteilen, wie am Hals, den Flanken, auf den Beinen oder am Schwanz sind jedoch keinerlei Streifen oder Ringe erlaubt.
Die beste Stelle, an der man die Farbe des Tickings klar sehen kann, ist die Schwanzspitze, die einfärbig ist.

Die Haare sind ziemlich fein und dünn, das Fell am Körper ist nicht sehr lang, hat eine kleine Halskrause, aber längere Höschen an den Hinterbeinen. Das Fell besitzt eher wenig Unterwolle. Im Sommer kann man sehen, dass die Somali eine Langhaarkatze ist, weil sie einen schönen Fuchsschwanz hat.
 

Ursprung

Als 1963 der allbreed Richter Ken McGill auf einer Ausstellung in Calgary, Alberta, Canada richtete, erhielt er in seiner Klasse eine langhaarige Abessinierkatze zum Richten, welche scherzhafter Weise von der Abessinierzüchterin Mary Mailing ausgestellt wurde. Er war von der Schönheit der Katze gefangen, dass er Mary bat, so eine Katze für ihn zu züchten. So gründete Ken den ältesten Somalizwinger in Canada, die erste offizielle Somali war McGill's May-Ling Tutsuta.
Zur selben Zeit begann 1967 die US-amerikanische Züchterin Evelyn Mague an den Somalis zu arbeiten, als sie entdeckte, dass zwei ihrer Abesinnier das Gen für Langhaar trugen,Lynn-Lee's Lord Dublin und Lo-Mi-R Trill By. Die zwei Katzen hatten langhaarige Jungtiere gebracht, doch bevor Evelyn weitermachen konnte, hatte ihre Freundin Charlotte Lohmeyer das Jungtier bereits abgegeben, weil es keine gute Abessinier war. Evelin arbeitete im Tierschutzverein Cat Placement, als sie den Kater George in einem Tierschutzhaus fand, bei dem sich herausstellte, dass er aus dem Wurf von Lord Dublin und Trill By stammte. George konnte nicht für die Zucht verwendet werden, weil er sich mit anderen Katzen nicht besonders vertrug. So wiederholte Evelyn die Paarung zwischen seinen Eltern. Es war für Evelyn Mague nicht einfach, Somali zu züchten, weil die Abessinierzüchter diese langhaarigen Abessinier für minderwertig hielten und sie aus der Zucht aussortierten. In den frühen 1970-ger Jahren begann Evelyn Mague die Zusammenarbeit mit dem kanadischen Züchter Don Richings. Die Linien von Don Richings stammten von der Cattery Dunedin von McGill ab.
Evelyn wählte den Namen Somali für die langhaarigen Abessinier, Somalia war das Nachbarland des antiken Abessinien, um der neuen Rasse einen würdigen Namen zu geben.

Der erste schriftlich überlieferte Vorfahre der Somali scheint 1942 aufgetaucht zu sein, als ein Seeman eine Schiffskatze mit sich nach England einführte, welche wie eine Abessinier ausgesehen hat. Eine Tochter dieser Schiffskatze wurde als Geschenk an die Züchterin Janet C. Robertson weitergegeben, welche die Kätzin Mrs. Mews nannte. Mrs. Mews hat zwei Jungtiere geboren, den Kater Roverdale Purrkins, welcher als Abessinier registriert wurde, und einen schwarzen nicht registrierten Kater. Purrkins wurde der Foundation-Kater des Zwingers, Roverdale, von Mrs. Robertson, aus dem Katzen nach Europa, Kanada, Australien, Neuseeland und die USA exportiert wurden. Ein Nachkomme von Roverdale Purrkins war der Abessinierkater Raby Chuffa of Selene, welcher 1953 aus England in die USA exportiert worden war. Dieser Kater wird als Foundation-Kater der Somalis bezeichnet, weil bei seinen Nachkommen die meisten langhaarigen Jungtiere fielen. Raby Chuffa of Selene kann man in vielen US-Stammbäumen finden.

Als der erste nur langhaarige Wurf am 3. Jänner 1972 im Zwinger Lynn-Lee von Evelyn Mague geboren wurde, gründete Evelyn den Somali Cat Club of America, welcher sich für die Anerkennung der Somali einsetzen sollte. Es dauerte bis 1979, bis die Somali Championship-Status beim CFA erhielt. 1982 wurde die Somali in Europa von der FIFe anerkannt.

Die ersten Somali wurden 1980 in England importiert: Foxtail's Belle Starr und Ch Naphrani's Omar Khayyam. 1981 importierten die Doktoren Peter und Margaret Frayne zwei weitere Somali, Black Iron Vagabond und Black Iron Venus, aus den USA nach England. Richard Gebhardt, Präsident der American Cat Fanciers Association, bezeichnete Black Iron Vagabond, einen wildfarbenen Somali-Kater, als den Foundation-Kater der britischen Somali.

Im Book of the Dead, (ägytisches Totenbuch der Antike), 22. Dynastie, Papyrus von Nespaharan, um 900 v.Chr. findet sich eine bemerkenswerte Abbildung, genannt “Die Herrscherin des Einbalsamierungshauses" (Mistress of the embalming house): 1)

Book of the Dead, Papyrus Nespaharan
Könnte das eine Somali sein?
Das Original befindet sich in der Oxford Bodleian Library

 

Temperament

Die Somali ist extrem sanft und personenbezogen. Sie geben sehr gute Kompagnons ab, und sind keine außerordentlich "sprechenden" Katzen. Sie sind an ihrer Umgebung sehr interessiert, was ihnen einen ganz speziellen Ausdruck in ihrer glitzernden und leuchtenden Augen gibt. Nichts ist zu klein, nichts zu groß, um nicht die Aufmerksamkeit ihrer Abenteuerlust und ihres Forscherdranges zu erregen.
Sie lieben es zu klettern, sie zerbrechen jedoch ganz selten Dinge oder bringen sie ganz selten in Unordnung, auch dann nicht, wenn sie wie ein Slalomläufer zwischen den Gegenständen balancieren.
Diese Rasse scheint die Fähigkeit zu besitzen, Gedanken und Wünsche ihre Lieblingspersonen von ihrer Stirn ablesen zu können.
 

Pflege

Da die Somali eine Langhaarkatze ist, muss sie regelmäßig gebürstet werden. Aber das Fell verknotet und verfilzt sehr wenig, weil es wenig Unterwolle hat. Baden ist eher selten erforderlich.
 
 

1) The Cat in Ancient Egypt, Jaromir Malek, University of Pennsylvania Press; Auflage: Reprint August 1997, ISBN 978-0-8122-1632-5, Seite 86

The Cat in Ancient Egypt

 
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